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Essenslieferung in der Schweiz: Was sich zwischen 2025 und 2026 verändert hat

Essenslieferung in der Schweiz: Was sich zwischen 2025 und 2026 verändert hat

Veröffentlicht am 23. April 2026

Wer in der Gastronomie arbeitet, hat es gespürt: Der Schweizer Markt für Essenslieferungen nach Hause hat achtzehn turbulente Monate hinter sich. Zwischen harter Konsolidierung, Gerichtsentscheiden und neuen Allianzen sieht die Landschaft 2026 ganz anders aus als noch vor zwei Jahren. Ein Überblick.

Das Ende einer Ära: Smood gibt auf

Es war das prägende Ereignis zu Jahresbeginn 2026. Smood, der 2012 gegründete Genfer Pionier im Besitz der Migros Genf, stellte Ende April nach einem im Januar eröffneten Konsultationsverfahren den Betrieb ein. Über 400 Mitarbeitende, vor allem Kurierinnen und Kuriere in 25 Schweizer Städten, waren betroffen. Das Unternehmen sprach von einem angespannten Markt, internationaler Konzentration der Akteure und Ergebnissen ohne Aussicht auf Rentabilität.

Smood ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren sind mehrere Lieferunternehmen in der Schweiz verschwunden oder geschrumpft, und die Gewerkschaften sprechen von einer brutalen Konsolidierung eines Sektors, in dem die Margen nicht mitziehen. Die Botschaft ist deutlich: Essen im grossen Stil ausliefern, mit Schweizer Löhnen und Sozialabgaben, bleibt ein Balanceakt.

Die Justiz hat die Karten neu gemischt

2025 bestätigte das Bundesgericht, dass Essenslieferdienste als Personalverleiher gelten und für ihre Kuriere Sozialabgaben zahlen müssen. Ein Entscheid, der dem Modell der scheinselbständigen Kuriere theoretisch ein Ende setzt. In der Praxis wird er noch nicht in allen Kantonen gleich umgesetzt, was die Gewerkschaften als unlauteren Wettbewerb zwischen den Regionen kritisieren.

Für Gastronominnen und Gastronomen hat diese Klärung einen indirekten, aber realen Effekt: Die Kosten einer «sauberen» Lieferung sind jetzt sichtbar, und sie schlagen sich irgendwo nieder, in den Kommissionen der Plattformen oder in den Gebühren für die Kundschaft.

Die Plattformen denken über das Essen hinaus

Während einige das Feld räumen, erweitern andere ihr Spielfeld. Im Frühjahr 2026 lancierten Just Eat und Migros eine Partnerschaft für Lebensmittellieferungen: über 10 000 Supermarktartikel, geliefert in unter einer Stunde, zunächst in Genf, im Wallis und im Tessin, mit fest angestellten Kurieren. Die Essensplattform wird zur Plattform für alles, eine Entwicklung, die man in ganz Europa beobachtet.

Für Restaurants heisst das konkret: Auf den grossen Plattformen konkurriert Ihre Karte jetzt auch mit dem Traiteur-Regal eines Supermarkts.

Und die Gastronomie?

Das Thema Kommissionen ist nicht verschwunden, im Gegenteil. Bei Abgaben, die auf den grossen Marktplätzen bis zu 30 Prozent des Warenkorbs erreichen können, rechnen immer mehr Betriebe nach und holen sich die Kontrolle über ihren Verkaufskanal zurück: Direktbestellung über die eigene Website, Click & Collect, QR-Menü am Tisch, eigene Lieferung im Quartier. Der eigentliche Trend von 2025-2026 ist vielleicht genau dieser: weniger Abhängigkeit, mehr Direktkanal.

Genau das ist die Überzeugung hinter ZipZest: Schweizer Restaurants die Werkzeuge geben, um online unter eigener Marke zu verkaufen, ohne Kommission auf jede Bestellung. Der Markt bewegt sich schnell. Am besten bewegt er sich zu Ihren Gunsten.